Heimat- und Kulturverein Kaub e.V.
Ein Vereinsporträt 

Der Heimat- und Kulturverein Kaub e. V. ist, gemessen an der über 1000jährigen Ortsgeschichte, ein recht junger Verein. Er wurde im Jahre 1984 von Mitgliedern der seit 1974 bestehenden Amateurtheatergruppe gegründet. Seit dem ist man seitens des Vereins unermüdlich rege und aktiv, wenn es um die Beschaffung, Erhaltung und Pflege heimatlichen Kulturgutes geht. Viele Zeichen seines Wirkens findet man beim Gang durch Kaubs malerische Gassen.

Das Theaterspiel hat den Grundstein zur Vereinsgründung gelegt. Es gehört zum absolut festen Bestandteil der Vereinsaktivitäten. Die durch das Theaterspiel erzielten finanziellen Gewinne ermöglichen erst alle anderen, auf kulturhistorischem Gebiet ausgeführten und angestrebten, Unternehmungen.

Unter der Leitung des Volksbildungswerkes wurde erstmals 1974 das historische Schauspiel "Elslein von Kaub" aufgeführt, dem zwei Jahre später, also 1976, das ebenfalls historische Stück "Blücher in Kaub" folgte. Unter Leitung von Rudolf Gemmeke drehte man 1978 mit der Theatergruppe den Fernsehfilm "Die Frauen von Pfalzgrafenstein". Die mit dem Elslein- und Blücherspiel begonnene Triologie fand im Jahre 1979 mit dem Schauspiel "St. Theonest - oder im Wein liegt Wahrheit" ihre Vollendung.

1983 kamen anlässlich der 1000-Jahrfeier Kaubs nochmals die "Elslein-Spiele" zur Aufführung.

Die in den Jahren von 1974 bis 1983 durchgeführten Veranstaltungen, bis auf "Die Frauen von Pfalzgrafenstein", fanden ausnahmslos als Freilichtaufführungen auf dem Kauber Kirchplatz statt.

Bis zum Jahre 1989 kamen mehrere kleine Theaterstücke, auch mit Einbeziehen von Nachwuchskräften, im katholischen Jugendheim Kaub, zur Aufführung.

Mit dem Schauspiel "Die Brücke zur Freiheit" fand im Jahre 1990 auf einer schwimmenden Bühne mitten im Rhein eine einzigartige Großveranstaltung statt. Pioniere der Bundeswehr schlugen vom rechten Rheinufer eine Brücke zur Pfalzgrafenstein, an die eine Bühne sowie eine Zuschauertribüne angedockt waren. Mehr als 200 Amateurschauspieler waren im Einsatz und mehr als 9000 Zuschauer hat dieses großartige Schauspiel angelockt. 1991 folgte, im kath. Jugendheim aufgeführt, das Lustspiel "Die Ritter sind los". 1992 wurde das Zuckmayer Stück "Der fröhliche Weinberg", wie alle folgenden Stücke, in Mundart auf dem Kauber Kirchplatz aufgeführt. Es folgte 1993 "Der eingebildete Kranke", 1994 nochmals" Der fröhliche Weinberg", 1995" Der Raub der Sabinerinnen", 1996 "Zuckmayers Schinderhannes", 1997 "Die Biedermänner" von Robert Stromberger; außerdem: Mitwirken der Theatergruppe zur SWR-Fernsehsendung "Burg- und Schlossgeschichten"  auf der Marksburg. 1998 Aufführung des Lustspiels "Pension Schöller" und wiederum Mitwirken der Theatergruppe für die Serie "Burg- und Schlossgeschichten" auf Burg Lahneck. 1999 aus Anlass der 675jährigen Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte an Kaub wiederum das historische Schauspiel "Elslein von Kaub".

2000 Aufführung des historischen Schauspiels "Der Magdeburger Kaiserreigen" während des mittelalterlichen Spectaculums in Oberwesel.
Bei den Kauber Theatertagen 2000 wurde vor jeweils ausverkauftem Haus "Der Geizige" von Moliere aufgeführt.

2001 Erfolgreiche Aufführung des "Datterich" von Ernst Elias Niebergall.

2002 Sehr starkes Engagement der Theatergruppe: Aufführung des historischen Stückes "Johannes Ruchrat - Rebell von Oberwesel" über die Pfingsttage beim 10. Oberweseler Spectaculum. Bei den Kauber Theatertagen kam das von Alfred Becker in Mundart abgewandelte Goldoni-Stück "Diener von zwei Herren" zur Aufführung, während das Rhein-Romantik-Stück "Loreleyenzauber" auf der Bühne der Felsenterrasse der Loreley von zwei Darstellern unseres Vereins mitgetragen wurde.

2003: Erfolgreiche Aufführung der Komödie "Der Florentinerhut" von Eugene Labiché.

Neben dem Theaterspiel gilt die Aufmerksamkeit des Vereins in verstärktem Maße der Pflege und Erhaltung heimatlichen Kulturgutes. Mit Hilfe zahlreicher privater Sponsoren, des Landes Rheinland-Pfalz, der Kreisverwaltung Rhein-Lahn, der Verbandsgemeinde Loreley und nicht zuletzt der Naspa-Stiftung konnten zahlreiche, nicht unerhebliche Vorhaben auf diesem Sektor verwirklicht werden. Aktivitäten zur Beschaffung, Erhaltung und Pflege kulturhistorischen Gutes: 1985 Anschaffung eines Ölgemäldes (Ansicht von Kaub) von Erich Nikutowski. 1988 auf Initiative des Heimat- und Kulturvereins wird der kurpfälzische Löwe an der Südspitze von Pfalzgrafenstein restauriert.

1993 Restaurierung des historischen Gasthausschildes "Zur Stadt Mannheim". (Das Gasthaus "Zur Stadt Mannheim" war während des legendären Rheinübergangs 1813/14 Blüchers Hauptquartier).

1995 Beschaffung eines historischen Briefkastens aus dem Jahre 1896.

1995 Anschaffung eines Ölgemäldes von Hendric Jaspers aus dem Jahre 1858 (Alt Caub).

1995 Restaurierung der Madonnenfigur am ehemaligen kurpfälzischen Amtshaus. 1996 Beschaffung und Restaurierung der Traditionsfahne des ehemaligen Kauber Knappenvereins. Beschaffung der Fahne des Landsturmbatallions Rüdesheim - Caub von 1814.

1998 Beschaffung einer originaigetreuen Nachbildung der "Cauber Madonna" (Original von 1420 steht im Hessischen Landesmuseum Kassel) 1999 Beendigung der 1998 begonnenen Renovierungsarbeiten der BergrutschopferGedenkstätte von 1876.

1999 Fertigstellung der renovierten Kriegervereinsfahne von 1894.

2000 Restaurierung des Kriegerdenkmals von 1891 und der dazugehörenden Kanonen.

2001 Beschaffung, Restaurierung und Anbringung von zwei schmiedeeisernen Geschäftshangern in der historischen Metzgergasse.

2002: Beendigung der Umbau- und Restaurierungsarbeiten am Maschinenhaus der ehemaligen Schiefergrube Rennseiter Stollen zum vereinseigenen Requisitenraum.

Übernahme des Gebäudekomplexes der ehemaligen Kurpfälzischen Amtskellerei und des Kurpfälzischen Amtshauses, Zollstraße 46.

2003: Umfangreiche Umbau- und Renovierungsmaßnahmen in der ehemaligen kurpfälzischen Amtskellerei, Beschaffung eines Steindruckes sowie eines Originalaquarells des von 1899 bis 1921 in Kaub wirkenden Malers Erich Nikutowski.

Sonstige Aktivitäten:

Ausgebildete und sachkundige Stadtführer des Vereins stehen in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Kaub interessierten Gästen und Besuchern bei Bedarf zur Verfügung.

Regelmäßig veranstaltete Mundartabende sollen dazu beitragen, dass die Heimatsprache nicht in Vergessenheit gerät.

Seit 1996 werden auch die Kauber Repräsentationsfiguren, Marschall Blücher und Eislein von Kaub, von Seiten des Vereins gestellt.

 

Die Repräsentanten von Kaub: Blücher.... .... und Elslein

Bankverbindung Kauber Volksbank Konto Nr.: 308 165 01 BLZ: 570 924 00

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